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GOLDEN HEDGE
9. Mai, 2008
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Hedgefonds Performance

Hedge-Fonds - Eine Einführung


1.1 Was sind Hedge-Fonds?

Hedge-Fonds, Hedgefonds (vom englischen "to hedge" also "absichern") sind alternative Anlagevehikel, deren Ziel die Generierung von absoluten Erträgen für ihre Investoren ist. Dafür stehen den Fonds Managern die gesamte Palette von Finanzinstrumenten zur Verfügung - im Gegensatz zu traditionellen Aktien- oder Anleihenfonds. Hedge-Fonds erzielen durch den Einsatz von Fremdkapital (Finanzierungs-Leverage) und bestimmte Investmentarten wie Leerverkäufe und Derivate marktunabhängige, absolute Erträge. Hedgefonds können somit sowohl in steigenden als auch fallenden Märkten positive Erträge erzielen.

1.2 Hedge-Fonds vs. traditionelle Investmentfonds

Ein Hedge-Fonds ist im Unterschied zu traditionellen Investmentfonds sehr viel flexibler bei der Wahl und Umsetzung seiner Veranlagungsstrategie. Da Hedgefonds meist in offshore Finanzzentren aufgelegt werden, sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Fondsmanager optimal in Bezug auf die Umsetzung seiner Strategien. Anders als etwa herkömmliche Aktienfonds können Hedgefonds nicht nur von steigenden sondern auch von fallenden Kursen profitieren - mehr dazu später. Aufgrund der international sehr unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Hedge-Fonds kann die rechtliche Konstruktion und die Ausgestaltung der Struktur sehr unterschiedlich sein. Weiters gibt es einen Vielzahl von unterschiedlichen Hedgefondsstrategien, sodass die Bezeichnung "Hedgefonds" mittlerweile für ein sehr heterogenes Konglomerat von alternativen Investmentstrategien steht. Meist ist ein Hedgefonds Manager ein hochspezialisierter Experte und konzentriert sich ausschliesslich auf die Umsetzung einer einzelnen Strategie, wie beispielsweise Merger Arbitrage. Grob lassen sich jedoch fünf Kategorien von Hedgefondsstrategien zusammenfasssen:

HEDGE-FONDS-STRATEGIEN
Long-/Short Equity Relative Value Event Driven CTA's Global Macro
Equity Market Neutral Fixed Income Arbitrage Merger Arbitrage Futures Trendfollowing
Equity Hedge Convertible Arbitrage Distressed Securities Futures Arbitrage
Sektor Long/Short Kapitalstruktur- Arbitrage Mutual Fund Arbitrage Futures Options Trading
Statistical Arbitrage
Volatility Arbitrage
Tab. 1.1: Hedge-Fonds-Strategien, Quelle: HFR

1.3 Hedge-Fonds-Regulierung

Hedge-Fonds versuchen also durch den optimalen Einsatz von Finanzinstrumenten und der konsequenten Umsetzung einer Investmentstrategie die Erträge für ihre Investoren unabhängig vom aktuellen Marktumfeld zu maximieren. Hedge Fonds werden meist ausserhalb von Österreich aufgelegt, da es derzeit keine gesetzliche Grundlage für die Auflage von Single-Hedgefonds (ausgenommen Dachhedgefonds) gibt. Daher unterliegen diese Hedgefonds einer mehr oder weniger starken Regulierung bzw. Überwachung durch Finanzbehörden, wie etwa die SEC (Securities and Exchange Commmission) in den USA oder die Financial Services Authority (FSA) in Grossbritannien. Meist haben Hedgefonds ihren Sitz in Offshore-Zentren, wie den Cayman Islands, Bermuda oder den British Vergin Islands. Das von Hedge-Fonds weltweit verwaltete Volumen wird mit Ende 2006 auf ca. 1,8 Billionen US-Dollar geschätzt. Gemeinsam ist allen Hedgefonds, dass sie sowohl bei steigenden als auch bei fallenden Kursen auf den Finanzmärkten positive Erträge (absolute returns) für ihre Investoren zu erwirtschaften versuchen.

1.3.1 Entstehungsgeschichte der Hedge-Fonds

Alfred Winslow Jones hatte im Jahre 1949 eine Investmentgesellschaft gegründet, welche mit einem modernen Hedgefonds zwar nur mehr wenig gemeinsam hat, jedoch die Grundidee ist nach wie vor die selbe geblieben. Jones begründete die Strategie Long-Short Equity indem er Aktien kaufte, von denen er überzeugt war, dass sie besonders stark steigen werden und verkaufte gleichzeitig jene Titel leer, welche seiner Meinung nach unterperformen werden. Damit war er von der allgemeinen Marktentwicklung unabhängig bzw. dagegen abgesichert(hedged), da er ja ausschliesslich von der relativen Bewegung der Aktien zueinander profitierte. Die Rechtsform des Hedge-Fonds von Alfred Jones entsprach der einer heutigen Kommanditgesellschaft.

1.3.2 Hedge-Fonds in Österreich

In Österreich sind im Rahmen des Investmentfondsgesetzes nur Dach-Hedge-Fonds nach § 20 a InvFG („Andere Sondervermögen“) zulässig. Diese investieren (als „Feeder-Fund“) in weitere Hedge-Fonds, jedoch mit der Begrenzung von maximal 10% pro Fonds. Leerverkäufe sind nicht zulässig, und auch die Kreditaufnahme ist auf 20% des Fondsvermögens beschränkt (maximaler Finanzierungs-Leverage somit 120%). Ende Oktober 2005 waren siebzehn Publikumsfonds als Dach-Hedge-Fonds nach § 20 a InvFG in Österreich zugelassen18 – vertrieben werden diese vorwiegend durch Banken. Das Anlagevermögen dieser Fonds überschritt im September 2005 erstmals den Wert von 300 Mio. EUR und lag zum 31.10.2005 bei 308 Mio. EUR – ein Plus von 58% gegenüber dem Vorjahr. Bei diesen Zahlen ist zu beachten, dass sie nur einen kleinen Teil des gesamten öster-reichischen Hedge-Fonds-Marktes abbilden. Die hierzulande gebräuchlicheren Vertriebs-strukturen außerhalb des Investmentfondsgesetzes werden im nächsten Kapitel gesondert beschrieben. (Quelle: Hedge Fonds, Bedeutung am Finanzplatz Österreich und regulatorischer Rahmen, Seite 54)

1.3.3 Hedge-Fonds in USA und UK

Die Rechtsform eines angelsächsischen Hedge-Fonds entspricht meist der einer limited partnership also ähnlich der einer österreichischen KG oder GmbH. Die Investoren beteiligen sich als Gesellschafter. In den USA ist die SEC für die Regulierung von Hedge-Fonds verantwortlich und jeder Hedge-Fonds muss sich für die Zulassung zum öffentlichen Vertrieb entsprechend registrieren lassen. Es gibt Vorschriften für die Aufnahmen von Fremdkapital (Leverage) und das Eingehen von Leerverkäufen (Short Selling). Viele Hedge-Fonds-Manager lassen sich daher nicht registrieren und können somit ihre Produkte nur an sogenannte "qualifizierte" Investoren verkaufen. Qualifizierte Personen verfügen über ein Jahreseinkommen von mehr als 200.000 USD oder mehr als 5 Millionen USD Vermögen. Weiters gibt es verschäfte Regeln für Hedgefonds die mehr als 25 Mio. USD verwalten und offen für neue Investoren sind. In Grossbritannien reguliert die FSA (Financial Service Authority) die Hedge-Fonds-Branche, sie ist das britische Gegenstück zur deutschen BaFin bzw. der österreichischen FMA.

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